Daseinsvorsorge, Klima und gerechter Übergang
Daseinsvorsorge geht nur gemeinsam.
Gesundheitsversorgung, Kinderbetreuung, Pflege, Wasser und Energie, öffentlicher Verkehr, Bildung, Kultur oder soziale Dienste: Öffentliche Daseinsvorsorge ist die Grundlage unseres täglichen Lebens.
Gleichzeitig stellt die Klimakrise Städte, Gemeinden und ihre Beschäftigten vor neue Herausforderungen. Für uns ist klar: Der notwendige ökologische Wandel darf nicht auf Kosten der Beschäftigten oder jener Menschen gehen, die ohnehin weniger zur Verfügung haben.
Klimaschutz muss sozial gerecht sein und öffentliche Leistungen stärken.
Unsere Ziele
- Daseinsvorsorge in öffentlicher Hand stärken
Wir stellen uns gegen weitere Privatisierungen und Liberalisierungen öffentlicher Dienstleistungen. Stattdessen braucht es mehr Zusammenarbeit zwischen Städten und Gemeinden und eine langfristig gesicherte Finanzierung der Daseinsvorsorge. - Gute und zukunftssichere Arbeitsplätze schaffen
Klimaschutz bietet auch die Chance, neue Berufsbilder und Arbeitsplätze zu schaffen. Dafür braucht es entsprechende Aus- und Weiterbildung und gute Arbeitsbedingungen. - Leistungen für alle leistbar und zugänglich machen
Ob Energie, Wohnen, Gesundheit oder andere öffentliche Leistungen: Grundlegende Versorgung darf keine Frage des Einkommens sein. Insbesondere einkommens- und energiearme Haushalte brauchen gezielte Unterstützung. - Städte und Gemeinden ausreichend finanzieren
Viele Investitionen in Klimaschutz und Klimaanpassung finden vor Ort statt. Städte und Gemeinden brauchen deshalb finanzielle Mittel, die ihren tatsächlichen Aufgaben entsprechen, sowie langfristige Finanzierungsmöglichkeiten für Klimaschutz und öffentliche Infrastruktur. - Beschäftigte beim Wandel mitnehmen
Klimapolitische Maßnahmen müssen auch auf ihre Auswirkungen auf Arbeitsplätze und Arbeitsbedingungen geprüft werden. Arbeitnehmer:innen und ihre Interessenvertretungen müssen in die Gestaltung des Wandels eingebunden sein. - Klimafitte Arbeitsplätze schaffen
Gebäudesanierungen, Begrünung, erneuerbare Energien und geeignete Arbeitskleidung sollen Beschäftigte besser vor den Folgen der Klimakrise schützen. Besonders betroffene Berufsgruppen brauchen entsprechende Unterstützung und soziale Absicherung. - Neue Berufsbilder und Qualifikationen fördern
Der ökologische Wandel schafft neue Anforderungen und Berufsbilder. Dafür brauchen Beschäftigte geeignete Aus- und Weiterbildungsangebote sowie gezielte Ausbildungsoffensiven. - Klimafreundliche Mobilität ausbauen
Wir wollen einen starken öffentlichen Verkehr, insbesondere auch im ländlichen Raum, und attraktive Alternativen zum Auto. Dazu gehören leistbare oder kostenlose Jobtickets sowie Dienstfahrräder und E-Mobilität. - Kinderbetreuung und soziale Dienste ausbauen
Eine gute öffentliche Daseinsvorsorge braucht ausreichend Personal. Der flächendeckende Ausbau der Kinderbetreuung und sozialer Dienstleistungen soll gleichzeitig dazu beitragen, Mehrfachbelastungen zu reduzieren und eine gleichberechtigte Teilnahme am Arbeitsleben zu ermöglichen. - Wissen und Bewusstsein stärken
Beschäftigte sollen fundierte Informationen und Weiterbildungen zu Klimakrise und nachhaltigem Handeln erhalten und aktiv in die Umsetzung klimafreundlicher Maßnahmen am Arbeitsplatz einbezogen werden. - Öffentliche und klimafitte Infrastruktur ausbauen
Wir brauchen Investitionen in Energie- und digitale Netze, Wasserressourcen, Hochwasserschutz, Grünräume und klimafitte Gebäude. Eine nachhaltige Stadt- und Raumplanung soll Flächenversiegelung reduzieren und kurze Wege ermöglichen. - Ressourcen nachhaltig nutzen
Reparieren, wiederverwenden und Abfall vermeiden: Wir wollen den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft fördern. Unternehmen müssen Verantwortung für ihre Dekarbonisierung übernehmen und Beschäftigte und ihre Vertretungen dabei einbinden.