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Sabine Slimar-Weißmann neue Bundesfrauenvorsitzende

Hunderte Gewerkschafterinnen beschließen Forderungspaket

Mit einer klaren Botschaft an Politik und Gesellschaft endet der 2. Bundesfrauenkongress der younion: Gleichstellung darf nicht warten. Hunderte Gewerkschafterinnen aus ganz Österreich beschlossen unter dem Motto „Gleichberechtigt. Selbstbestimmt. Gewaltfrei. LEBEN“ ein umfassendes frauenpolitisches Forderungspaket. Die Delegierten wählten mit überwältigenden Mehrheiten das neue Bundesfrauenpräsidium. Zur neuen Bundesfrauenvorsitzenden wurde Sabine Slimar-Weißmann mit 98,41 % der Stimmen gewählt.

Frauenpolitik als Querschnittsfrage

Im Zentrum des Kongresses stand die Beschlussfassung des zentralen durch das Motto bestimmenden Leitantrags, der die frauenpolitische Arbeit der younion in den kommenden fünf Jahren prägen wird. Die Delegierten verabschiedeten unter anderem Forderungen zu echter Chancengleichheit, dem Abbau von Geschlechterstereotypen, Gleichstellungsmaßnahmen, Selbstbestimmung, dem Aufbrechen struktureller Benachteiligungen und Rollenbilder, Frauengesundheit, Sicherheit sowie Maßnahmen zum Schutz vor Gewalt gegen Frauen.

„Frauenpolitik darf kein Projekt sein, das man ins Leben ruft, wenn gerade Zeit oder Budget vorhanden ist. Sie muss die Brille sein, durch die politische, arbeitsmarktpolitische und gesellschaftspolitische Entscheidungen betrachtet werden“
Sabine Slimar-Weißmann

Die Beschlüsse greifen zentrale Ungleichheiten auf, die Frauen nach wie vor betreffen: den Gender Pay Gap, die höhere Gefahr von Altersarmut, die ungleiche Verteilung von Care-Arbeit sowie strukturelle Benachteiligungen am Arbeitsmarkt. Solange strukturelle Hürden Frauen blockieren, solange Altersarmut weiblich ist und Care-Arbeit ungleich auf unseren Schultern lastet, solange traditionelle Rollenbilder und patriarchal geprägte Muster wirken, solange Gewalt gegen Frauen und Mädchen traurige Gewissheit ist, werden wir weiterhin konsequent, sichtbar und nachhaltig für Veränderung kämpfen. Gewerkschaftliche Frauenpolitik ist unerlässlich.

Dank an Christa Hörmann

Neben inhaltlichen Abstimmungen verabschiedeten die Delegierten außerdem mit großem Applaus die langjährige Bundesfrauenvorsitzende und Vorsitzenden-Stellvertreterin der younion, Christa Hörmann. Über viele Jahre hinweg prägte sie die Frauenpolitik der Gewerkschaft maßgeblich und setzte sich konsequent für Gleichstellung, faire Einkommen und bessere Arbeitsbedingungen ein. „Viele wichtige frauenpolitische Fortschritte tragen ihre Handschrift. Für ihren jahrzehntelangen Einsatz gebührt ihr großer Dank und höchste Anerkennung“, so Slimar-Weißmann.

Klarer Auftrag für die Zukunft

Mit der Wahl des neuen Bundesfrauenpräsidiums mit Silvana Nenad, Gerlinde Platzer, Cornelia Berger, Manuela Langebner, Sabine Fritzer, Christina Perterer, Doris Handler, Edeltraud Mühlbauer, Regina Müller, Sarah Popernitsch und Sabine Slimar-Weißmann und den beschlossenen Anträgen startet die Bundesfrauenabteilung der younion in die neue Funktionsperiode. „Als Gewerkschaft sind wir nicht nur Interessensvertretung – wir sind auch politische Stimme. Eine Stimme, die sich einmischt, die unbequem ist und die klar sagt: Gleichstellung ist keine Nebensache, sondern eine Frage der Gerechtigkeit“, so Slimar-Weißmann abschließend.