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younion Steiermark

Stellungnahme zum Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz

Der vorliegende Gesetzesentwurf ist aus Sicht der younion abzulehnen. Wir fordern daher: zurück an den Start. Die einzig richtige Lösung im Sinne der Kinder und der Beschäftigten ist es, das Gesetz von Grund auf neu auszuarbeiten, und zwar gemeinsam mit den Interessenvertretungen und den Betroffenen.

Dass die Aufgaben, denen sich die PädagogInnen in unseren Kinderbe-treuungseinrichtungen zu stellen haben, stetig wachsen, wird sowohl von der Politik wie auch von BildungsexpertInnen regelmäßig bestätigt: Als besondere Herausforderungen sind da unter anderem die Integrati-on, der Erwartungsdruck von Seiten der Schule an die Kinderbetreuung betreffend Elementarpädagogik, das Abtreten von Erziehungsarbeit aus dem Elternhaus an die Kindergärten und natürlich auch der Druck durch die Flexibilisierung der Arbeitswelt, den viele Eltern und da speziell Al-leinerzieherInnen spüren. Nicht zuletzt deshalb wurde von den Kinder-gartenpädagogInnen wie auch von der Gewerkschaft seit Jahren vehe-ment eingefordert, die Rahmenbedingungen in den Kindergärten und Horten massiv zu verbessern. Wobei die Kernforderungen unter ande-rem die Senkung der Gruppengröße von 25 auf 20 und der Einsatz von mehr Personal waren, und dies auch bleiben.

Doch von all dem ist in dem vorliegenden Gesetzesentwurf leider nichts zu bemerken – im Gegenteil: Die pädagogischen Möglichkeiten würden, z.B. durch die Änderungen bei der Vorbereitungszeit, der Verschlechte-rung der Ferienregelung oder die Anhebung der Gruppengröße in den Horten auf 25, sogar noch weiter eingeschränkt werden. Auch die vor-gesehene Form der LeiterInnenfreistellung bringe kaum zusätzlichen Spielraum. Dies alles sei unvereinbar mit der extrem verantwortungs-vollen Arbeit mit Kindern. Das waren die am häufigsten genannten Kri-tikpunkte. Der Tenor der mehr als 200 schriftlichen Einwendungen und vielen Anrufen aus den Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen kurz zusammengefasst lautet: So nicht.

Daher können wir als Gewerkschaft dem vorliegenden Entwurf auch nicht zustimmen. Die wachsenden Aufgabenstellungen im Kinderbil-dungs- und -betreuungsbereich, die eigentlich als wichtigste Maßnah-men kleinere Gruppengrößen und mehr Personal erfordern, sind im vorliegenden Entwurf nicht enthalten. So wie es die PädagogInnen aus ihrer täglichen Arbeit berichten (siehe Stellungnahmen), sollte eine grundlegende Neuerarbeitung dieses Gesetzes die beste Möglichkeit sein, um nachhaltige qualitative Verbesserungen im Bereich der Ele-mentarpädagogik zu erreichen. Und diese Neuausarbeitung sollte auf jeden Fall auch von Anbeginn an unter Einbindung der Interessensver-tretung erfolgen, die bestens über Realitäten und Notwendigkeiten Be-scheid weiß. Darüber hinaus entspricht der vorliegende Entwurf auch nicht dem Dienstrecht.

 

 

 

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