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Gewerkschaftsjugend: Schluss mit Ausbildungs-Ping-Pong im Gesundheits- und Sozialbereich

Junge GewerkschafterInnen machten mit riesigem „Ping-Pong-Spiel“ auf die schlechte Situation der Auszubildenden im Gesundheitsbereich aufmerksam

Gewerkschaftsjugend: Schluss mit Ausbildungs-Ping-Pong im Gesundheits- und Sozialbereich

Junge GewerkschafterInnen machten mit riesigem „Ping-Pong-Spiel“ auf die schlechte Situation der Auszubildenden im Gesundheitsbereich aufmerksam

Die Jugendabteilungen der Gewerkschaften vida und younion _ Die Daseinsgewerkschaft (vida Jugend und young younion) haben heute bei einem überdimensionalen Ping-Pong-Spiel auf die dramatische finanzielle Situation von Auszubildenden im Gesundheits- und Sozialbereich aufmerksam gemacht. Ein riesiger Ball stand symbolisch für die Auszubildenden. Dieser wurde mit übermächtigen Schlägern, die für Bund und Länder standen, auf einem eigens angelegten Kunstrasenfeld vor dem Bundeskanzleramt in Wien ohne Ergebnis hin- und her gespielt. „Hört auf mit der Existenz der Auszubildenden im Gesundheitsbereich Ping-Pong zu spielen“, forderten die jungen GewerkschafterInnen.

Zur raschen Abhilfe fordern die Gewerkschaften neben der generellen österreichweiten Attraktivierung des Gesundheits- und Sozialbereichs eine sinnvolle und nachhaltige Ausbildungsreform. In Ausbildung befindliche zukünftige Fachkräfte sollten für ihre Ausbildung nicht länger bezahlen müssen, sondern eine ganzjährige finanzielle Aufwandsentschädigung erhalten. Bund, Länder sowie privat-kommerzielle Betriebe sollten das über einen einzurichtenden Ausbildungsfonds finanzieren. So könnte vielen Interessierten die Angst vor existenziellen Krisen während der Ausbildungszeit genommen werden, sind vida und younion _ Die Daseinsgewerkschaft überzeugt.
 
„Viele Betroffene müssen sich ihre Ausbildung im Gesundheits- und Sozialbereich teilweise oder sogar komplett selbst finanzieren. Daher entscheiden sich viele Interessierte gegen eine Ausbildung in diesen Berufssparten“, sagt Gerald Mjka, Vorsitzender des Fachbereichs Gesundheit in der Gewerkschaft vida. „Mit der Aktion am Wiener Ballhausplatz wurde veranschaulicht, dass der ‚Ball der Verantwortung‘ hier seit Jahren vom Bund an die Länder und wieder retour gespielt wird. Auf der Strecke bleiben dabei die Auszubildenden“, ergänzt Edgar Martin, Vorsitzender der Hauptgruppe II – Wiener Gesundheitsverbund in der younion _ Die Daseinsgewerkschaft.

Gleichzeitig herrscht in Österreichs Gesundheitseinrichtungen seit Jahren ein spürbarer Personalmangel und bis 2030 werden 75.000 zusätzliche Fachkräfte gebraucht. Diese Situation könnten Bund und Länder als verantwortliche Entscheidungsträger durch angemessene Finanzierungsmodelle für Auszubildende in den Griff bekommen.

„Was muss noch alles passieren, damit bei den Verantwortlichen in Bund und Ländern nicht nur immer wieder die Alarmglocken läuten, sondern endlich auch konkret etwas passiert?“, fragt vida-Gewerkschafter Mjka. Dass sich die Beschäftigten der Gesundheits- und Sozialberufe seit Monaten wegen der Corona-Pandemie am Zenit der Herausforderung bewegen, sollte eigentlich für das rasche Setzen konkreter Finanzierungsschritte für die Ausbildung Warnung genug sein. „Die aktuelle Pandemie hat es noch deutlicher gemacht, wie wichtig diese Bereiche für die Gesellschaft und das Wohlergehen der Bevölkerung sind und wie dramatisch der schon vor der Pandemie spürbare Personalmangel mittlerweile geworden ist“, betont younion-Gewerkschafter Martin.

Es sei daher völlig unverständlich, dass ein Großteil der ausbildenden Trägereinrichtungen und Fachhochschulen nicht dafür gerüstet ist, Auszubildende während ihrer Schul- und Studienzeit angemessen zu entlohnen. Alles andere als förderlich sei auch, dass es sogar Träger gibt, bei denen die Auszubildenden dafür zahlen müssen, um einen Gesundheits- oder Sozialberuf erlernen zu können. „Es gibt bereits Vorzeigebeispiele wie die Stadt Wien beziehungsweise den Wiener Gesundheitsverbund. Dort bemüht man sich seit jeher um eine angemessene Bezahlung der Auszubildenden und verbesserte Rahmenbedingungen“, so Martin.

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 



 

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