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younion-VdF: ÖSV pfeift auf Müller-Urteil

Skiverband spricht von Einzelfallentscheidung und will nichts ändern

Einem heute erschienenen Artikel in der Tiroler Tageszeitung ist zu entnehmen, dass der ÖSV die Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofes bezüglich des Arbeitsunfalls von Lukas Müller ignoriert. Wörtlich spricht Generalsekretär Dr. Klaus Leistner davon auch in Zukunft Vorläufer und Vorspringer nicht anzustellen.

Tatsache ist, dass der Verwaltungsgerichtshof, der als oberste Instanz in solchen Verwaltungsangelegenheiten für die Rechtssicherheit und Rechtseinheit in Österreich zu sorgen hat, ganz klar folgendes ausgeführt hat:

„Lukas Müller war als Vorspringer in den Betrieb des Veranstalters (Austria Ski WM und Großveranstaltungs GmbH) eingebunden. Diese Einbindung führte zu einer Beschäftigung des Vorspringers in persönlicher Abhängigkeit zum Veranstalter. Er und die anderen Vorspringer müssen alle Voraussetzungen dafür schaffen, dass die Wettkämpfer am Wettkampf teilnehmen können. Zur Erreichung dieses Ziels hat der Veranstalter eine aus Infrastruktur (u.a. Schanze) und den beteiligten Personen gebildete betriebliche Organisation geschaffen, von der insb. in Anbetracht der einzuhaltenden Wettkampfregeln, der Anweisungen des Rennleiters und Vorspringerchefs ein extremer Anpassungsdruck für den eingebundenen Vorspringer Lukas Müller bestand.“

So der Anwalt Dr. Andreas Ermacora, der das Verfahren für Lukas Müller geführt hat.

Gernot Baumgartner, Vorsitzender der Sportgewerkschaft: „Somit wird der ÖSV zukünftig diese richtungsweisende Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofes akzeptieren müssen. Die Vorspringer sind in den Betrieb eingebundene Personen und müssen dadurch laut Urteil pflichtversichert werden. Von einem Einzelfall zu sprechen, ist verfehlt.“

Es bleibt mit Spannung zu erwarten, wie der ÖSV dieses Thema am kommenden Wochenende bei der Weltcupveranstaltung in der Ramsau handhaben wird.

Die Forderung im angesprochenen Artikel der Tiroler Tageszeitung nach einem Berufssportgesetz des Präsidenten Schröcksnadel wird von der Sportgewerkschaft begrüßt.

 

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