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Ein ganz besonderes Selfie mit Werner Gruber

Werner Gruber, der wohl bekannteste Physiker Österreichs, hat seine beiden Lebensretter getroffen.

Es sind jene beiden Helfer, die ihn vor zwei Jahren nach einem Herzstillstand ins Leben zurückgeholt haben. Mit einem Facebook-Eintrag bedankte sich Werner Gruber dafür – und rührte damit Tausende („Ich feiere meinen zweiten Geburtstag“).

Für younion erinnern sich Werner Gruber, Notfallsanitäter Johann Graf und Notarzt Clemens Harrer an die dramatischen Augenblicke von damals zurück – und geben so auch einen Einblick, wie ebenso vielen anderen Menschen tagtäglich das Leben gerettet wird. Denn Werner Gruber wurde behandelt wie jeder andere auch ...

Das "lässige Feeling vom Sterben"

Aber schön der Reihe nach. Eigentlich begann alles mit Spiegelei auf getoasteten, gebutterten Brot mit sautierten Eierschwammerln. Das hat Werner Gruber damals seiner Freundin zum Frühstück gemacht. Das ist zumindest das Letzte, woran sich der Physiker noch ganz bewusst erinnern kann. Was danach geschah, kennt er nur aus Erzählungen von Martin Puntigam und Heinz Oberhummer, den anderen beiden der legendären „Science Busters“. Denn mit ihnen saß er im Auto, als plötzlich auf der Südautobahn, knapp vor Wien, sein Herz aufhörte zu schlagen. Gruber: „Ich bekam am Rücksitz Schnappatmung. Martin Puntigam ist sofort stehen geblieben und hat michaus dem Wagen gezerrt und mit der Herzdruckmassage begonnen.“

An den Moment des Sterbens kann sich Werner Gruber nicht mehr erinnern. Der Physiker: „In der Notfallbehandlung werden Benzodiazepine gegeben. Die haben einen Nachteil, was ich sehr bedauere, sie löschen das Gedächtnis. So ist auch das lässige Feeling vom Sterben weg.“ Denn Werner Gruber war schon einmal so gut wie tot. Der Wissenschaftler brach vor zwölf Jahren auf dem Weg von seinem Stammcafe in die Vorlesung mit einem Atemstillstand zusammen. Gruber: „Ich hatte eine unentdeckte kalte Lungenentzündung und konnte plötzlich nicht mehr atmen.“

Von damals her kennt der Wissenschaftler den Moment des Sterbens: „Auf einmal ist alles strahlend hell geworden. Wow! Schön! Und auf einmal war Schmerzfreiheit da. Mir ist der bewusste Gedanke gekommen, dass das der Zeitpunkt zum Sterben ist. Ich hatte aber das Gefühl: Ja, ist o. k. Solche Drogen bekommst du am Karlsplatz nicht.“


Mit dem Defibrillator einmal geschockt

So bekam Gruber auch nicht mit, dass Johann Graf am Pannenstreifen der Südautobahn anhielt. Der Notfallsanitäter: „Ich war mit meiner Freundin privat unterwegs und sah, dass jemand Hilfe braucht.“

Graf löste Martin Puntigam mit der Herzdruckmassage ab. Schließlich traf auch noch ein Rettungswagen aus Mödling ein. Der Sanitäter: „Einmal haben wir dann mit dem Defibrillator geschockt.“

Kurz darauf landete der gleichzeitig alarmierte ÖAMTC-Rettungshubschrauber mit Notarzt Clemens Harrer, der sofort einen venösen Zugang und einen Beatmungsschlauch legte. Warum das Herz von Werner Gruber plötzlich aufhörte zu schlagen, konnte nicht diagnostiziert werden. Für den Physiker auch gar nicht so wichtig. Er will seinen Rettern vor allem eines sagen: „Danke, es ist schön weiter zu leben.“

 

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