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Elementarpädagogik

Ihr seid elementar – deshalb Team- und Organisationszeit für alle!

Die in der Elementarpädagogik Tätigen in unserem Land übernehmen einen der wichtigsten Berufe für die Gesellschaft – sie begleiten und betreuen unsere Kinder in ihrer ersten Bildungseinrichtung. Doch die pädagogische Arbeit umfasst weit mehr als nur die Arbeit mit Kindern – ohne Vorbereitung, Elternarbeit, Fortbildung und Teamarbeit läuft nix!

Gemeinde entsteht, wo Gemeinschaft arbeitet – weshalb wir zwei Stunden pro Kopf und Woche für diese oft unsichtbaren Arbeiten fordern und zwar unabhängig vom individuellen Beschäftigungsausmaß, denn eine Teamsitzung dauert gleich lange, egal ob in Vollzeit oder Teilzeit.

Wir wollen die Qualität unserer Elementarpädagogik sichern, die Attraktivität des Berufs steigern und Gemeinschaft fördern!

Mit Herz für die Elementarpädagogik – Ungleichheiten beseitigen!

Während Kolleg:innen „ohne Ferienregelung“ ab dem 43. Lebensjahr die 6. Urlaubswoche zusteht, gehen die Kolleg:innen „mit Ferienregelung“ leer aus.

Die zusätzliche Urlaubswoche soll durch ein Mehr an Freizeit die Belastungen der Arbeit nachhaltig ausgleichen. Es geht darum, möglichst lange gesund und mit Freunde im Berufsleben stehen zu können.

Argumentiert wird, dass Kolleg:innen „mit Ferienregelung“ sowieso länger frei haben und das nicht brauchen. Für uns als Gewerkschaft younion ist jedoch klar: Von einem Mehr an Freizeit sollen alle etwas haben, und sei es in Form einer Zulage. Daher fordern wir die Abgeltung der zusätzlichen Urlaubswoche auch in der Ferienregelung.

Mehr als Dienst nach Vorschrift

Die Tiroler Gemeinden haben einen klaren gesetzlichen Versorgungsauftrag unserer Kinder in Betreuungseinrichtungen. Während dies selbstverständlich unterstützt wird, darf es nicht zu Lasten der Bediensteten im pädagogischen Dienst gehen. Das Recht der Gemeinde durch die Heranziehung in den Ferienzeiten greift sehr weit in die Freizeit der Beschäftigten ein.

Das Ziel muss sein, auf Augenhöhe zu einer Lösung zu kommen und das Bedürfnis nach einer planbaren Freizeit zu respektieren. Durch eine klare Regeln zur Heranziehung, wie z.B. eine Höchstgrenze, soll die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gestärkt werden, denn unsere Kolleg:innen in der Elementarpädagogik sind unverzichtbar für uns alle!

Durchrechnung – Zeit zu handeln, Zeit für Wandel

Die Durchrechnung wurde unter dem Schlagwort ‚Flexibilität‘ verkauft und ein Durchrechnungszeitraum von 17 Wochen eingeführt. Was bedeutet „Durchrechnung“? Wird innerhalb dieser Zeitspanne gearbeitet, fallen fürs erste keine Überstundenzuschläge an. Diese „Flexibilität“ nützt den Dienstgebern, es macht Mehrarbeit günstiger. Die Beschäftigten zahlen dafür den Preis.

Oft wird behauptet, dass ohne Durchrechnungszeitraum kein Zeitausgleich möglich sei. Doch das ist so nicht richtig! Auch vor der Einführung der Durchrechnung gab es die Möglichkeit (und gibt es sie weiterhin), Überstunden durch einen Abbau in Freizeit auszugleichen.

Für uns ist daher klar: Für die Landesbediensteten gilt der Betrachtungszeitraum von einem Monat, dies muss auch für die Gemeindebediensteten gelten. Wir fordern daher eine Rücknahme bzw. Begrenzung des Durchrechnungszeitraums.