Bauhof und Technischer Dienst
Hitze- und Kälteschutz - Zeit zu handeln
Die Sommer werden immer heißer und somit auch die Belastung für Gemeindebedienstete immer größer, speziell im Außendienst. Auch die Büroräumlichkeiten entsprechen oft nicht den aktuellen Standards, weshalb sich der Arbeitsplatz auf Temperaturen jenseits des Zumutbaren erhitzt.
Aber auch Kälte kann die körperliche Belastung erhöhen. Besonders in kalten Nächten mit starkem Frost sind Mitarbeiter:innen im Straßen- und Winterdienst oder im Bereich der Wasser- und Kanalwirtschaft erhöhten gesundheitlichen Belastungen ausgesetzt, denn nasse und kalte Arbeitsumgebungen erhöhen das Risiko für Unterkühlung und gesundheitliche Folgeschäden.
Während der Bund mit gutem Beispiel vorangeht und eine Hitzeschutzverordnung für die Arbeitnehmer:innen erlassen hat, gibt es bei uns in Tirol noch nichts Vergleichbares. Die Rekordtemperaturen sind jedoch gekommen, um zu bleiben. Hitze- und Kälteschutz sind daher wesentliche Schutzmaßnahmen für die Gesundheit der Gemeindebediensteten und keine „nice-to-have“-Forderungen.
Der Bund macht klare Vorgaben, sei es Arbeitszeitverkürzungen, technische Schutzmaßnahmen, das Bereitstellen von Getränken oder die Ausstattung mit Klimaanlagen in Büroräumen – die Bandbreite ist weit und notwendig!
Die Gemeindebediensteten sind oft unsichtbar für viele, aber unverzichtbar für alle! Daher fordern wir auch für den Gemeindedienst klare Regeln zum Umgang mit extremen Temperaturen!
Moderne Ausstattung darf kein Extra sein
Die Geräte, mit denen im Gemeindedienst gearbeitet wird (werden muss), sind nicht immer am Stand der Technik. Niemand kontrolliert, mit welchen Geräten dort genau gearbeitet wird und ob diese noch einwandfrei funktionieren.
Neu heißt nicht zwangsläufig besser, aber eine funktionierende Ausstattung ist kein Luxusgut. Wertschätzung zeigt sich auch darin, welche Geräte die Gemeinde bereitstellt.
Wir fordern klare Vorgaben zur Ausstattung: von der persönlichen Schutzausrüstung bis hin zu den verwendeten Geräten und Maschinen. Was in der Privatwirtschaft selbstverständlich ist, darf in der Gemeinde kein Luxus sein!
Was ihr tut, zählt!
Der „handwerkliche Dienst“ ist eine Umschreibung für Facharbeiter:innen. Während sich die Kollektivverträge hier weiterentwickelt haben und ab dem Lehrlingsabschluss deutlich besser bezahlen, sind die Einstufungen im Gemeindedienst für diesen Bereich bescheiden.
Die Arbeit, die ihr Gemeindearbeiter:innen verrichtet, schafft erst die Grundlage für eine funktionierende Gemeinde. Die Wertschätzung der Bediensteten, die körperliche Arbeiten verrichten, hält damit aber nicht mit.
Wir wollen weiterhin die besten Köpfe (und Hände) im Gemeindedienst. Wenn Facharbeiter:innen nach Kollektivvertrag zum einen 38,5 Stunden pro Woche arbeiten und trotz weniger Stunden noch mindestens 500 Euro mehr verdienen, ist es höchste Zeit, den Gemeindedienst auch für die Arbeiter:innen aufzuwerten.
Ihr haltet Tirol am Laufen – daher fordern wir eine deutliche Anpassung der Bezahlung für Facharbeiter:innen und aufwärts.