Erster MMA-Jugend-Stützpunkt
Gewerkschaftliche Initiative fördert Talente und schafft neue Perspektiven
Am 31. Jänner 2026 startet in Wien der erste gewerkschaftlich organisierte Jugend-Stützpunkt für Mixed Martial Arts (MMA) in Österreich. Es entsteht ein wöchentliches Trainingsangebot für Talente und jugendliche Einsteiger:innen – mit professioneller Begleitung, und kostenloser Ausrüstung. Ziel ist es, junge Menschen sportlich zu fördern – und eine solidarische, respektvolle Kultur zu unterstützen.
In Zusammenarbeit mit erfahrenen Profi-Sportler:innen und ausgebildeten Trainer:innen entsteht ein neues, niederschwelliges Angebot für Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren – ganz unabhängig von finanziellen Möglichkeiten oder sportlichen Vorkenntnissen.
„Wir wollen Talente fördern, aber vor allem auch jenen Jugendlichen eine Perspektive geben, die sich sonst kaum Zugang zu strukturiertem Sport leisten könnten“, erklärt Erwin Tauber, Initiator der MMA-Gewerkschaftsinitiative innerhalb der younion-Sportgewerkschaft. „Der Sport wird hier zum Werkzeug für Integration, Verantwortung und soziale Entwicklung.“
Training, Struktur, Gemeinschaft – jede Woche
Das Training findet ab 31. Jänner (mit Ausnahmen) jeweils samstags von 15:00 bis 17:00 Uhr im 23. Wiener Gemeindebezirk statt. Die Teilnehmer:innen erwarten professionelle Einheiten mit erfahrenen Coaches, kostenloses Equipment und gezielte Turniervorbereitung für Fortgeschrittene. Für Einsteiger:innen steht vor allem die Vermittlung von Werten wie Disziplin, Respekt und Solidarität im Vordergrund.
Ein Angebot für viele – nicht nur für wenige
Die MMA-Initiative richtet sich explizit auch an Jugendliche aus sozial herausfordernden Lebenslagen. Durch die Unterstützung der Gewerkschaft ist das Training für die Teilnehmer:innen kostenlos, ebenso wie die gesamte Ausstattung. Damit wird verhindert, dass finanzielle Hürden über Chancen entscheiden – und ein Umfeld geschaffen, in dem das Gemeinsame vor dem Konkurrenzdenken steht.
„Kampfsport ist für viele Jugendliche ein Zugang zu Disziplin, Selbstvertrauen und Zugehörigkeit. Die neue Initiative will genau diese Kräfte nutzen – als Platz, an dem Regeln und Verantwortung gelebt werden. Der Ansatz ist: Fördern statt ausschließen, Miteinander statt Abwertung, Chancen statt Barrieren“, so Thomas Hinum von der younion-Sportgewerkschaft.
Gewerkschaftliche Verantwortung beginnt bei den Jungen
Die Sportgewerkschaft begleitet die Entwicklung im MMA-Bereich seit dem Start der gewerkschaftlichen Organisierung. Denn gerade in wachstumsstarken Sportarten ist entscheidend, dass junge Athlet:innen früh ein Bewusstsein für Fairness, Gesundheit, Absicherung und klare Rahmenbedingungen entwickeln – als Basis für eine nachhaltige sportliche Zukunft. „Wer jung einsteigt, soll nicht nur hart trainieren, sondern auch wissen: Es gibt Regeln, es gibt Unterstützung, es gibt ein Netz, das trägt. Genau das ist die Idee einer starken Gemeinschaft“, betont Tauber. „Wir verbinden sportliche Entwicklung mit Verantwortung – für sich selbst, für andere und für den Sport.“
Durch den Stützpunkt ist die Sportgewerkschaft nicht nur die Interessensvertretung für Profisportler:innen, sondern baut auch dort Strukturen auf, wo sie bisher fehlten – am Übergang zwischen Freizeit und möglicher Profikarriere. Gerade in einem Sport wie MMA, der außerhalb traditioneller Förderstrukturen stattfindet, entsteht so ein Angebot mit Vorbildcharakter.