"Die Willkür bei der Auszahlung der Corona-Prämie ist atemberaubend"

Seit mehr als 15 Monaten kämpfen die Beschäftigten im Gesundheits- und Sozialbereich an vorderster Front gegen die Pandemie. Sie haben oftmals das eigene Leben riskiert, um das anderer zu schützen. Kürzlich verkündete die Regierung endlich den längst überfälligen Corona-Bonus – allerdings nur für eine kleine Gruppe. Teilweise wird jedoch der gleiche Job - aufgrund unterschiedlicher Träger - nicht gleich bewertet.

Die Willkür bei der Auszahlung der Corona-Prämie ist atemberaubend. Auf einer Spitalsstation sind die 500 Euro genehmigt, die KollegInnen nebenan sollen leer ausgehen. Das werden wir nicht hinnehmen.

Edgar Martin, Vorsitzender der Hauptgruppe II – Wiener Gesundheitsverbund in der younion _ Die Daseinsgewerkschaft

Pflegebeschäftige in einem öffentlichen Spital beispielsweise erhalten den Bonus, BerufskollegInnen aus einer Privatkrankenanstalt erhalten ihn nicht. Auch ganze Bereiche des Gesundheits- und Sozialbereichs sind ausgenommen – wie etwa Beschäftigte des Rettungs- und Krankentransportdienstes. Wie sie haben auch Beschäftigte aus der Reinigung und dem Sicherheitsdienst in der gegenwärtigen Krise unter hoher Belastung gearbeitet. Im Gesetzesentwurf berücksichtigt werden sie aber nicht.

Die Bundesregierung will der Beschäfigten auseinander dividieren!

Die Gewerkschaften vida, GPA und younion kämpfen gemeinsam mit unterschiedlichsten Protesten gegen diese äußerst ungerechte und unsolidarische Situation.