younion Proficamp endet mit 3:3 gegen Kremser SC
Vier zusätzliche Trainingswochen am ÖFB Campus
Mit einem 3:3 gegen den Kremser SC ist die vierwöchige Verlängerung des younion Proficamps zu Ende gegangen. Noch wichtiger als das Ergebnis ist zum Abschluss aber der Blick auf die Spieler: Zahlreiche Profis sind weiterhin vereinslos – dank der vergangenen Wochen aber körperlich voll im Mannschaftstraining und bereit für eine neue Aufgabe.
Für Spieler, deren Vertrag bereits vor dem Ende der Übertrittszeit ausgelaufen ist, besteht die Möglichkeit, auch nach Schließung des Transferfensters bei einem neuen Verein registriert und spielberechtigt zu werden. Gerade deshalb bleiben die Teilnehmer des Proficamps auch in den kommenden Wochen für Klubs interessant.
Starke Namen weiterhin auf Vereinssuche
Das zeigte auch die Startelf im abschließenden Test gegen den Kremser SC. younion begann mit:
Tor: Can Beliktay
Verteidigung: Dominik Reiter, Lukas Sulzbacher, Jonathan Scherzer, David Bumberger
Mittelfeld: Mikołaj Sawicki, Tolga Günes, Marcel Schantl, Luca Kronberger
Sturm: Paul Mensah, Arbnor Prenqi
Damit standen wie in den beiden vorherigen Testspielen gegen die Amateure der Vienna und Rapid Spieler auf dem Platz, die Erfahrung aus Bundesliga, 2. Liga und Regionalliga mitbringen.
Drei starke Tore vor der Pause
Gegen den Kremser SC entwickelte sich zunächst eine ausgeglichene Begegnung. Beide Mannschaften begannen konzentriert und tasteten sich in den ersten Minuten ab.
Die erste gute Möglichkeit hatte das younion-Team in der 11. Minute. Tolga Günes kam aus rund 16 Metern zum Abschluss, setzte den Ball allerdings zu zentral.
Vier Minuten später fiel die Führung. Lukas Sulzbacher startete ein starkes Dribbling aus der eigenen Hälfte und kombinierte sich nach einem Doppelpass mit Arbnor Prenqi in die Gefahrenzone. Danach bewies Sulzbacher Übersicht und setzte Mikołaj Sawicki ideal ein. Der blieb vor dem Tor ruhig und schob zum 1:0 ein.
Nur zwei Minuten später folgte das 2:0 – und was für eines: David Bumberger setzte sich auf der linken Seite durch und jagte den Ball mit einem hervorragenden Abschluss ins Kreuzeck.
Kurz vor der Pause hatte Sawicki die große Möglichkeit auf seinen zweiten Treffer. Nach einem guten Zuspiel lief er alleine auf den Kremser Torhüter zu, der lange stehen blieb und stark parierte. Doch schon in der nächsten Aktion gelang das Tor. Paul Mensah zog aus rund 16 Metern kraftvoll ab, der Ball ging über die Innenstange ins Tor. Mit einer 3:0-Führung ging es in die Kabine.
Krems kämpft sich zurück
Nach der Pause zeigte dann der Kremser SC seine Qualität. In der 60. Minute verkürzte Starkl mit einem sehenswerten Heber über den herauskommenden Torhüter auf 3:1. Nur vier Minuten später traf Starkl erneut und stellte auf 3:2. Krems war nun deutlich besser in der Partie und erhöhte den Druck.
In der 75. Minute fiel schließlich der Ausgleich zum leistungsgerechten 3:3, wobei es auch blieb.
Bis zu zehn Wochen professionelle Vorbereitung
Für manche Teilnehmer endete damit eine außergewöhnlich lange gemeinsame Vorbereitung. Das ursprüngliche sechswöchige Proficamp wurde nach dem großen Wunsch der Spieler um weitere vier Wochen verlängert. Einige Profis konnten damit bis zu zehn Wochen unter professionellen Bedingungen begleitet werden.
Trainiert wurde am ÖFB Campus in Wien. Drei Naturrasenplätze, Kunstrasen, ein moderner Fitnessbereich, Unterkunft, sportgerechte Verpflegung und umfangreiche Regenerationsmöglichkeiten boten Rahmenbedingungen, die sonst vor allem Profimannschaften zur Verfügung stehen.
Cheftrainer Emin Sulimani zog zum Abschluss ein sehr persönliches Fazit:
„Es war eine lange Zeit mit den Spielern. Manche waren bis zu zehn Wochen hier. Ich möchte zuerst einmal allen Spielern Danke sagen – für euren Einsatz, eure Disziplin und eure Professionalität bei jedem Training.“ Gerade die Situation von vertragslosen Spielern sei nicht immer einfach, so Sulimani: „In dieser Situation ist es oft nicht leicht. Trotzdem habt ihr alle super mitgezogen und es hat mir einen riesigen Spaß gemacht, Tag für Tag mit euch am Platz zu stehen.“
Auer: „Genau so haben wir uns die Verlängerung vorgestellt“
Auch younion-Fußballgewerkschafter Stephan Auer zieht eine positive Bilanz: „Die zusätzlichen vier Wochen sind genau so gelaufen, wie wir uns das gewünscht haben. Die Spieler hatten hervorragende Trainingsbedingungen, konnten täglich im Mannschaftsverband arbeiten und haben in den Testspielen gezeigt, dass sie körperlich und sportlich bereit sind. Jetzt hoffen wir natürlich, dass möglichst viele von ihnen sehr rasch den passenden Verein finden.“
Für Auer ist gerade die aktuelle Situation entscheidend: „Vereinslos bedeutet bei diesen Spielern nicht, dass sie erst wieder aufgebaut werden müssen. Sie kommen aus einem professionellen Trainingsbetrieb, haben Matchpraxis gesammelt und sind topfit. Das ist für interessierte Vereine ein wesentlicher Unterschied.“
Kattnig: Dank an alle Beteiligten
Thomas Kattnig, leitender Referent bei younion _ Die Daseinsgewerkschaft, bedankt sich zum Abschluss bei allen, die das Proficamp und seine Verlängerung möglich gemacht haben: „Ein solches Angebot funktioniert nur, wenn sehr viele Menschen gemeinsam an einem Strang ziehen. Mein Dank gilt dem gesamten Trainer- und Betreuungsteam, allen Partner:innen, dem ÖFB Campus und natürlich den Spielern selbst. Mit ihrem Einsatz und ihrer Professionalität haben sie gezeigt, welchen Stellenwert dieses Camp im österreichischen Fußball hat.“