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Weltgesundheitstag

Erklärung des Europäischen Gewerkschaftsverbandes öffentlicher Dienste anlässlich des Weltgesundheitstages

Zitat:
„Das Kaputtsparen im System zeigt nun seine Auswirkungen bei Gesundheits- und Sozialdiensten. Wir kämpfen für eine angemessene Finanzierung und Personalausstattung sowie faire Entlohnung der Beschäftigten in Gesundheits- und Sozialdiensten ein. Das muss die Lehre aus dieser Krise sein“.
Thomas Kattnig, EGÖD Vize-Präsident

Zitat:
„COVID19 stellt unsere öffentlichen Gesundheitssysteme unter Druck. Wir fordern einen neuen Ansatz in Bezug auf die Finanzierung, die Rechte der Arbeitnehmer und den Respekt vor den Angehörigen der Gesundheitsberufe.“
Jan Willem, EGÖD Generalsekretär
(aus EPSU FB Post)

Der 7. April ist der Weltgesundheitstag, und dieses Jahr steht er im Zeichen der ersten Pandemie des 21. Jahrhunderts. Die Pandemie zeigt, wie sehr unsere Gesundheitssysteme durch jahrelange Kürzungen, Unterfinanzierung, Unterbesetzung und mangelnde Investitionen untergraben wurden. Der EGÖD hat dies seit vielen Jahren angeprangert und wiederholt auf die Folgen für die Gesundheit der Menschen und das Wohlergehen des Personals hingewiesen. Unsere Warnungen wurden von den Regierungen ignoriert. Erst vor kurzem begannen die Empfehlungen des Europäischen Semesters, die Regierungen zu einer verstärkten Finanzierung aufzufordern. Diese späten Reaktionen hatten dramatische Folgen.

COVID-19 tötet in allen europäischen Ländern Zehntausende von Menschen. Die öffentlichen Gesundheitssysteme waren schlecht vorbereitet. Die Pandemie fordert einen enormen Tribut von den Beschäftigten des öffentlichen Sektors (im Gesundheitssektor, in der Altenpflege, in Gefängnissen, bei der Feuerwehr und vielen anderen). Fast die gesamte EGÖD-Mitgliedschaft wird als wesentlich, entscheidend und lebenswichtig angesehen, um die Menschen am Leben zu erhalten, unsere Volkswirtschaften am Laufen zu halten und die Gesellschaft funktionsfähig zu halten.

Europa ist zum globalen Zentrum der COVID-19-Pandemie geworden. Das Gesundheitspersonal und auch die älteren Mitarbeiter des Gesundheitswesens arbeiten hart daran, die Ausbreitung des Virus einzudämmen und den Menschen zu helfen. Sie setzen sich damit selbst der Gefahr aus infiziert zu werden. Trotz der beispiellosen Anstrengungen zur Eindämmung der Pandemie stehen viele Angehörige des Gesundheitswesens an vorderster Front, oft ohne angemessene Schutzausrüstung. Es fehlt an Masken, Testkapazitäten, Atemschutzgeräten, Handschuhen usw. Die Zahl der Infektionen und Todesfälle des Gesundheitspersonals nimmt täglich zu.

Wir wollen dringend den Kampf gegen das Virus gewinnen und sicherstellen, dass in unserem Krankenhaus genügend Kapazitäten für die Behandlung der Infizierten vorhanden sind. Das Gesundheitspersonal - von Ärzten über Krankenschwestern bis hin zu Reinigungskräften - unternimmt in dieser Hinsicht immense Anstrengungen. Alle sind dankbar. Es gibt allerdings keine Entschuldigung dafür, diese Mitarbeiter übermäßig zu belasten indem Schutzbestimmungen außer Kraft gesetzt werden. Auch in Krisenzeiten müssen angemessene Arbeitsbedingungen und Schutz gewährleistet werden. Das Personal muss zwischen den einzelnen Schichten Pausen und Freizeit haben, um in einer möglicherweise langfristigen globalen Krise weiterarbeiten zu können. Die Arbeit unter solchen Bedingungen wirkt sich auf die psychische Gesundheit der Mitarbeiter aus, weshalb auch geeignete Unterstützungsdienste eingerichtet werden müssen. Sie verdienen es, in einer sicheren Umgebung zu arbeiten. Der EGÖD fordert, dass die Testkapazität erhöht wird, damit alle Mitarbeiter in unseren Krankenhäusern und in der Gesellschaft die Möglichkeit haben, sich auf das Corona-Virus testen zu lassen.

Die Ausbreitung von Covid-19 setzt die Langzeitpflegedienste unter Druck, die seit Jahren unterfinanziert und unterbesetzt sind. Die bereits bestehenden Finanzierungs- und Personalschwierigkeiten vervielfachen sich angesichts der gegenwärtigen Krise, die im schlimmsten Fall zur vollständigen Schließung einiger Pflegezentren und anderer Einrichtungen führt. Deshalb brauchen wir langfristige Lösungen, die unsere Gesundheitsdienste und unser Gesundheitspersonal als entscheidend für unser Wohlergehen und die Gewährleistung des Rechts auf Gesundheitsversorgung anerkennen. Die Kommerzialisierung und Privatisierung unserer Gesundheitsdienste wird dies nicht leisten. Diese Dienste brauchen auch mehr Mittel, um die vielen Menschen zu versorgen, die sich nach der Entlassung aus der Intensivstation erholen. Der EGÖD fordert die Regierungen auf, den Aufbau der öffentlichen Gesundheitssysteme fortzusetzen. Dazu gehört auch, dass die Arbeit derer, die im Gesundheitswesen tätig sind, vor allem der Frauen, richtig eingeschätzt wird. Anständige Pflege verdient anständige Tarifverträge für diejenigen, die sie leisten.

Heute fordern wir einen neuen Ansatz für die Bereitstellung und Finanzierung der Gesundheitsfürsorge und fordern, dass die Angehörigen der Gesundheitsberufe mit Respekt behandelt werden und die Behandlung, die sie im letzten Jahrzehnt erhalten haben, nicht länger ertragen müssen.

 

https://www.epsu.org/article/epsu-calls-authorities-build-our-public-health-care-systems-and-abandon-attempts

 

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