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SPONTANKUNDGEBUNG vor Linzer Landhaus

Gewerkschaften empört über Stil des Landes Oberösterreich.

Land verweigert konsequent Verhandlungen über Pflegepaket und stuft Pflegefachassistenz mit viel zu niedrigen Gehältern ein

Schon am 20. November haben vier Gewerkschaften in einem Brief an Landeshauptmann Thomas Stelzer um einen Gesprächstermin zur Behandlung wesentlicher Punkte eines neuen Pflegepakets für eine zukunftsorientierte Gestaltung der Gesundheitheitsberufe ersucht. Trotz insgesamt sechsmaliger Anfrage mehrerer Gewerkschaften hat es das Land Oberösterreich noch immer nicht der Mühe wert empfunden, auf die Terminanfrage der Gewerkschaften zu reagieren.

„Schon allein das ist ein Affront, doch dass nun PflegefachassistentInnen ohne eine einzige Verhandlung um ihren Pflegezuschlag umfallen sollen, schlägt dem Fass den Boden aus“, sind sich der GPA-djp-Landesgeschäftsführer Andreas Stangl, younion-Landesvorsitzender Mag. Christian Jedinger, vida-Landesvorsitzender Helmut Woisetschläger und der Landesvorsitzende der Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen (FSG) in der GÖD, Hubert Bogner, einig.

Mitarbeitern entgehen fast 3000 Euro pro Jahr
Hintergrund ist, dass kürzlich ein Schreiben des Landes an die Ordenskrankenanstalten ergangen ist, in dem eine Einstufung der Pflegefachassistenz in die Besoldungsstufe 18 + 100%-Zuschlag zu Stufe 17 vorgesehen sei. Ein Pflegezuschlag ist dabei keiner vorgesehen. „Alleine durch die Nichtberücksichtigung des Pflegezuschlags würden den Beschäftigten 213 Euro pro Monat entgehen – insgesamt also bei 14 Gehältern fast 3000 Euro pro Jahr“, sind die Gewerkschaftsspitzen empört.

Ausgeschriebene Stellen sind besondere Provokation
Dass in einem weiteren Schreiben nur von einem „vorläufigen Zwischenergebnis“ die Rede ist, ist eine besondere Provokation. Erstens hat noch keine einzige Verhandlung stattgefunden und zweitens wurden im Neuromed-Campus des Kepler-Universitätsklinikums bereits Stellen für Pflegefachassistenzen mit genau dieser Einstufung ausgeschrieben.

Aus diesem Grund haben sich die Gewerkschaften darauf verständigt, vor der Landtagssitzung am

Donnerstag, dem 31. Jänner 2019, um 8 Uhr eine
Spontankundgebung
vor dem Linzer Landhaus (Promenade)

abzuhalten. Dort werden sowohl die Landtagsabgeordneten, als auch die Passanten über das brüskierende Vorgehen des Landes informiert.
Wir würden uns sehr freuen, eine Vertreterin/einen Vertreter Ihres Mediums bei dieser Kundgebung begrüßen zu dürfen.

Linz, 30. Jänner 2019


Rückfragen:
Stefan Fröhlich

ÖGB Oberösterreich
Kommunikation
Mobil.:  0664/6145123
mailto:  stefan.froehlich@oegb.at

Diese Medieninformation gibt es auch als Download - pdf!

 

 

 

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