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Ein Cocktail für Steuerflüchtlinge

Durch die Paradise-Papers wurde einmal mehr das Ausmaß an Steuertricks von Konzernen und Superreichen aufgedeckt. Aber schon die Panama-Papers veranlassten die Europäische Union neue Richtlinien zur Bekämpfung der Steuerflucht zu erarbeiten. So sollen in Zukunft zum Beispiel die Hintermänner von Umgehungsgesellschaften öffentlich gemacht werden.

Einige Mitgliedstaaten legen sich gegen die neuen Richtlinien allerdings quer. Es ist mehr oder weniger das Who’s Who der europäischen Steuerparadiese: Großbritannien, Malta, Zypern, Irland - und Österreich!

„Die EU-Kommission bringt Vorschläge um weiter gegen Steuerhinterziehung vorzugehen, aber einige Länder haben eine Allianz dagegen gebildet. Auch Österreich ist auf jener Seite, die den Kampf gegen die Steuerflucht behindern. Das ist völlig unverständlich, da auch unser Staat die Einnahmen sehr gut brauchen könnte“, sagt Thomas Kattnig, Mitglied des Bundespräsidiums der younion _ Die Daseinsgewerkschaft.

Der EU entgehen pro Jahr 1000 Milliarden € Steuereinnahmen an legaler und illegaler Steuerflucht. Für Österreich ergibt sich daraus ein Betrag von 1,5 Milliarden €. Kattnig: „Das ist Geld, das wir zum Beispiel in den Kindergärten sehr gut brauchen könnten.“

Kattnig hat klare Worte an Finanzminister Hans Jörg Schelling: „Zu Hause als Kämpfer gegen Steuerhinterziehung auftreten und dann innerhalb der EU das Schließen der Schlupflöcher zu boykottieren, ist unredlich. Vertreten Sie die Bevölkerung und nicht die Konzerne!“  

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