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Die Pflege auf der Straße!

Mehr als 2.000 Menschen protestierten in Wien für Verbesserungen in der Pflege.

 

Anlässlich des Internationalen Tags der Pflege am 12.5.2017 schlossen sich die Gewerkschaften GÖD, GPA-djp, vida und younion _ Die Daseinsgewerkschaft auf Initiative der ÖGB-Fachgruppenvereinigung für Gesundheits- und Sozialberufe zusammen, um auf die herausfordernde Situation in der Pflege aufmerksam zu machen.

Ziel war es, gemeinsam ein klares Zeichen für die Gesundheits- und Krankenpflege zu setzen: Österreich braucht gute Pflege – ob in der Hauskrankenpflege, den Pflegewohnhäusern, den Spitälern, ob selbstständig, ob bei privaten oder öffentlichen Trägern.

„Bei dieser Kundgebung geht es darum, dass wir die Arbeitsbedingungen für die Pflege verbessern wollen, geht es darum, dass wir mehr Geld für die Pflege haben wollen und geht es darum, dass wir mehr Personal durch einen bundesweit gesetzlichen und einheitlichen Personalbedarfsschlüssel bekommen wollen“, so Christian Meidlinger, Vorsitzender der younion _ Die Daseinsgewerkschaft.

Ilse Fetik, Frauenvorsitzende der GPA-djp, zu den TeilnehmerInnen: „Niemand von euch arbeitet in diesem Beruf in der Erwartung reich werden zu können. Ihr stellt Euch in den Dienst der Menschen, die Hilfe brauchen! Dennoch wird diesem Beruf viel zu wenig gesellschaftliche Wertschätzung entgegengebracht. Das drückt sich leider auch in der Bezahlung aus. Und in unserem privaten Bereich der Pflege arbeiten – groß teils Teilzeitbeschäftigte, vor allem die Frauen. Niedrige Einkommen führen zu noch niedrigeren Pensionen. Damit ist es nicht nur heute oft zu wenig Geld für ein selbstbestimmtes Leben, sondern ist dann auch noch Altersarmut  „vorprogrammiert“, von der frau vielleicht dann kaum die Miete zahlen können wird.“

younion-Gewerkschafterin Christa Hörmann betonte, dass die rund 80.000 Pflegekräfte in Österreich Schwerstarbeit leisteten. 80 Prozent seien weiblich, und ihre Lage sei ein typisches Beispiel für nach wie vor nicht vorhandene Gleichstellung. Wäre der Beruf männlich dominiert, müsste man wohl nicht auf die Straße gehen, um eine entsprechend wertschätzende Bezahlung einzufordern, vermutete sie: "Ich sehe nicht ein, dass Arbeit an Maschinen mehr wert ist, als an Menschen."

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