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Menschen sind kein Spielzeug

Die Arbeitsbelastung ist in den vergangenen zehn Jahren stark gestiegen. Hier berichten unsere Mitglieder. So wie Kanalarbeiter Markus Griessbauer.

Markus Griessbauer, Kanalarbeiter

 

Herbert Wasserscheid, Straßenkehrer

Charlotte Joch, Kindergarten-Assistentin

Stefanie Reisinger, Ambulanz-Sekretärin

Thomas Oswald, Müllaufleger

Immer mehr Arbeit, immer mehr Stress - Praktisch alle ArbeitnehmerInnen berichten von einer enormen Arbeitszunahme in den vergangenen zehn Jahren.

Einer der Gründe ist die Bevölkerungsplus. Alleine in Graz wird mit einem Anstieg von 22 Prozent bis zum Jahr 2034 gerechnet. Auch in Wien schnellen die Zahlen nach oben.

Wie war ihre Arbeit vor zehn Jahren?

younion _ Die Daseinsgewerkschaft hat nachgefragt: Wie war die Arbeit vor zehn Jahren, wie ist sie heute? Konnte die Automatisierung und Digitalisierung die Mehrbelastungen abfedern?

Das scheinbar Paradoxe: Obwohl sich alles in den Städten zu konzentrieren scheint, wird auch am Land die Arbeit nicht weniger. Denn Infrastruktur muss auch dann voll aufrecht erhalten werden, wenn sie von immer weniger benützt und auch bezahlt wird.

Die Zahlen steigen

Schon jetzt zeigen zum Beispiel die Statistiken des Bundesministeriums für Gesundheit die enorme Arbeitszunahme in der Daseinsvorsorge. So stiegen innerhalb von nicht einmal zehn Jahren die stationären Aufenthalte in den Spitälern um rund 200.000 an – obwohl viel dafür getan wird um diese Zahl klein zu halten.

Auch in den öffentlichen Verkehrsmitteln ist die Bevölkerungszunahme zu spüren (gepaart mit Attraktivitätsverbesserung und günstigen Jahreskarten). So steigt seit dem Jahr 2003 die Zahl der Fahrgäste bei den Wiener Linien stetig an. 939,1 Millionen Passagierbewegungen registrierten die Messstellen alleine im Jahr 2015.

Mehr Menschen bedeutet natürlich auch mehr Müll(abfuhr). Das belegt der Bundesabfallwirtschaftsplan. Der Müllberg klettert auf 63,9 Millionen Tonnen pro Jahr.

Der Blick in die Zukunft

Der Blick in die Zukunft zeigt noch mehr Arbeit: Lebten in Österreich im Jahr 2000 rund acht Millionen Menschen werden es laut Statistik Austria in sechs Jahren bereits mehr als neun Millionen sein. Das ist ein Plus von 12,5 Prozent.

Diese Menschen wollen natürlich weiterhin gut versorgt sein. Sie brauchen Wasser, Gesundheit, Kinderbetreuung, Kultur, saubere Straßen – und viele andere Dinge, auf die unser Land so stolz ist. Diese Leistungen werden von Menschen erbracht. Und Menschen sind kein Spielzeug!

 

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