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Gewerkschaften: Ausbildungs-Turbo für Kindergärten und Horte!

KollegInnen müssen so schnell wie möglich entlastet werden

Die Pandemie hat es klar und deutlich aufgezeigt: Ohne Kindergärten und Horte würde das gesamte System zusammenbrechen. „Die Kinder müssten nicht nur auf ihre ersten Bildungserfahrungen verzichten, ihre Eltern könnten auch nicht ihren Berufen, zum Beispiel in den Kliniken, nachgehen“, sagt Judith Hintermeier, Bundesfrauenreferentin in der younion _ Die Daseinsgewerkschaft. Die ausgebildete Pädagogin weiter: „Meine KollegInnen stemmen sich mit ganzer Kraft gegen diese Pandemie, weil sie wissen, wie wichtig sie sind. Jetzt ist aber höchste Zeit an ihre Zukunft zu denken. Denn sie können nicht mehr. Sie kompensieren schon seit Jahren einen eklatanten Personalmangel. Und jetzt ist eben auch noch diese Pandemie dazugekommen.“

younion _ Die Daseinsgewerkschaft, der ÖGB, die Gewerkschaft GPA, vida und die Arbeiterkammer fordern deshalb einen sofortigen Ausbildungs-Turbo im Kindergarten- und Hortbereich.

Erfolgsmodell Wien

ÖGB-Vizepräsidentin und -Frauenvorsitzende Korinna Schumann: „Dieser Turbo muss sofort zünden, damit unsere KollegInnen so rasch wie möglich entlastetet werden. Es gibt auch schon sehr erfolgreiche Modelle, wie zum Beispiel in Wien, die flächendecken umgesetzt werden sollten.“

Auch AK-Präsidentin Renate Anderl ist für eine rasche Ausbildungs-Offensive: „Kindergärten und Horte sind nicht nur die ersten Bildungseinrichtungen für die Kinder. Sie ermöglichen auch, dass Eltern beruhigt arbeiten gehen können.“

Verlässlichkeit für Kinder und Eltern

Karin Samer von der Gewerkschaft GPA: „Nur, wenn ausreichend und bestens ausgebildetes Personal in den Kindergärten und Horten vorhanden ist, gibt es die so wichtige Verlässlichkeit für Kinder und Eltern.“

Sylvia Gassner, Vorsitzende des Fachbereichs Soziale Dienste in der Gewerkschaft vida: „Unsere KollegInnen brauchen endlich eine Perspektive. Sie brauchen die Gewissheit, dass sie so rasch wie möglich Verstärkung bekommen.“

younion - Bundesfrauenreferentin Judith Hintermeier abschließend: „Wir müssen jetzt den Turbo bauen, damit uns der ganze Motor nicht in ein paar Jahren um die Ohren fliegt! Immer mehr KollegInnen spielen sich mit dem Gedanken den Beruf zu wechseln, außerdem kommt eine Pensionierungswelle auf uns zu! Und was macht der Bildungsminister? Er versteckt sich in einem Arbeitskreis und schirmt sich gegen die Gewerkschaften ab. Er muss jetzt umgehend handeln! Was bisher veranlasst wurde, ist nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.“

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