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Kompetenz-Experte im Gespräch

Alfred Hödl ist Leiter des Kompetenzzentrums für Verwaltungswissenschaften in Wien und Studiengangsleiter an der FH Campus Wien. Er begann seine Karriere als Polizist bei der Alarmabteilung, holte nebenbei die Matura nach und ging anschließend studieren.

„Alles ist komplexer geworden“

Der Dienst an den BürgerInnen hat sich in den Städten und Gemeinden enorm gewandelt. younited bat Alfred Hödl, Leiter des Kompetenzzentrums für Verwaltungswissenschaften, zum Interview über Wissen und Veränderung.

younited traf den Kompetenz-Experten Alfred Hödl im Oktogon des Schloss Laudon in Wien-Penzing.

Wenn sie eine Schulnote vergeben müssten – was würden die Beschäftigten     der Daseinsvorsorge bekommen?

Zwischen Eins und Zwei. Aber auch nur, weil nie etwas perfekt sein kann, und es immer Möglichkeiten gibt sich weiterzuentwickeln.

Wie gut haben die Beschäftigten den enormen Wandel in den vergangenen Jahren bewältigt?

Bewundernswert gut. Ohne großes persönliches Engagement hätten das die Beschäftigten sicher nicht so gut bewältigen können. Die Anforderungen an die öffentlich Bediensteten sind wesentlich komplexer geworden, einerseits durch eine größere Regelungsdichte, durch steigende Zahlen von Amtshandlungen, durch Personaleinsparungen und nicht zuletzt durch rasante Veränderungen im Zuge von
Digitalisierungsprozessen.


In welchen Bereichen orten sie heute die meiste Kompetenz?

In wirklich allen Bereichen. Und das sage ich aus tiefster Überzeugung. Erst unlängst war ich in meiner Gemeinde am Bauamt, um eine Auskunft zur Bauordnung einzuholen. Die wertschätzende und kompetente Auskunftserteilung war wirklich beeindruckend – auch die Zeit, die man sich dafür genommen hatte! Aber genauso beim Melden eines neuen Wohnsitzes oder beim Beantragen eines neuen Passes – es funktioniert alles sehr schnell und reibungslos. Ich erlebe den öffentlichen Sektor auch zunehmend aufgeschlossener und offener. Wenn Kritik kommt, wird nicht abgeblockt, sondern man ist bereit zu reflektieren. Da ist über die Jahre wirklich eine unglaubliche Kompetenz entstanden.

Gibt es keine Schwachstellen?

Doch. Beim Außenauftritt und beim Employer Branding gibt es Entwicklungsfelder.
Es wird, meiner Einschätzung nach, nicht ausreichend nach außen getragen, was alles geleistet wird. Und es ist auch immer wieder eine gewisse Selbstverleugnung zum Berufsstand wahrnehmbar! Das wirkt natürlich auch zu einem Teil nach innen. Denn es macht ja auch etwas mit mir, wenn über meine Tätigkeit nicht so toll gesprochen wird, obwohl es überhaupt keine Grundlage dafür gibt. Vieles beruht dabei auf veralteten Berufsbildern, dabei haben wir eine innovative und moderne Verwaltung. In der kommenden Zeit gehen viele geburtenstarke Jahrgänge in Pension und damit wird viel Fach- und Organisationswissen verloren gehen, wenn nicht rechtzeitig gegengesteuert wird. Man sollte Ausbildungsplanstellen schaffen, damit sich die NachfolgerInnen gut einarbeiten können.


Sie selber waren Schulabbrecher, haben als Polizist gearbeitet und nebenbei die Matura nachgemacht und studiert ...

(lachend) Damals war ich noch jung. Das hat aber nur funktioniert, weil ich jeden vierten Tag einen Nachtdienst hatte und danach eineinhalb Tage frei. Da war alles noch gut planbar.

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