Um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten, speichert diese Website Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen darüber finden Sie unter den Algemeinen Nutzunsbedingungen. Allgemeine Nutzungsbedingungen
younion

E-Mail: info@younion.at
Hotline (01) 313 16 / 8300
Vom Handy: *900

Twitter

Durchgepeitscht: Das neue Arbeitszeitgesetz

Seit 1. September ist das neue Arbeitszeitgesetz in Kraft. Der Protest geht weiter!

„Mit dem heutigen Inkrafttreten des neuen Arbeitszeitgesetzes werden Bestimmungen Wirklichkeit, die sich auf die Geldbörse, auf die Freizeit und auf die Gesundheit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auswirken. Ein schlechter Tag für sie!“, erklärte ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Vorsitzenden und VertreterInnen aller Gewerkschaften am 1. September.

Der ÖGB und die Gewerkschaften haben vor den Auswirkungen dieses Husch-Pfusch-Gesetzes gewarnt, das in einer Nacht-und-Nebel-Aktion, ohne parlamentarische Begutachtung durchgepeitscht worden sei, erinnert Katzian.

120.000 Menschen haben bei einer großen Demonstration in Wien deutlich gemacht, dass sowohl Inhalt als auch Vorgangsweise abgelehnt werden. Diese Unzufriedenheit habe sich über den Sommer nicht geändert, so Katzian weiter: „Eine aktuelle Umfrage bestätigt, dass fast 60 Prozent der ArbeitnehmerInnen in Österreich die neue Regelung des 12-Stunden-Tages und der 60-Stunden-Woche ablehnen. Rund 80 Prozent machen auch deutlich, dass die Vorgangsweise der Regierung, das ohne Einbeziehung der Sozialpartner durchzupeitschen, klar abgelehnt wird.“

Die Kritik des ÖGB und der Gewerkschaften am Zustandekommen und am Inhalt des Gesetzes bleibt aufrecht, erinnerte Katzian an die wesentlichsten Nachteile: „Die Behauptung, dass niemand länger arbeiten muss, ist falsch. 12-Stunden-Tage und 60-Stunden-Wochen sind ab sofort möglich. Ab heute können wesentlich mehr Überstunden angeordnet werden. Es gibt Unklarheit, ob Beschäftigte, die Gleitzeitvereinbarungen haben, ihre Überstunden entlohnt bekommen. Die Mitbestimmung beim 12-Stunden-Tag, ein wesentlicher Bestandteil der Betriebsdemokratie, wurde gestrichen. Und die Freiwilligkeitsgarantie ist der mit Abstand größte Fake: Jeder, der jemals in der Privatwirtschaft gearbeitet hat, weiß, was von Freiwilligkeit zu halten ist. Auch Kündigungsschutz gibt es keinen.“

Artikel weiterempfehlen

Impressum

Österreichischer Gewerkschaftsbund

Newsletterauswahl

Der younion-Newsletter

Geschlecht
Geschlecht:
Name